P. Nikolaos Dimaras
Dr. Jur. der Universität Bielefeld
Direktor des Instituts für EG-Recht
Assistant Prof. of the Technological Institution of Patras
Midias 9
26332 Patras
17.11.2005
Ich
bitte Sie herzlich dafür Sorge zu tragen, dass die telefonische Verbindung des
Klosters Esfigmenou auf dem Heiligen Berg Athos mit dem übrigen Griechenland
wieder hergestellt wird. Die Verbindung wurde illegal auf Betreiben der
Aufsichts- und Verwaltungsbehörde des Heiligen Berges unterbrochen.
Die
telefonische Kommunikation stellt ein unverbrüchliches Recht eines jeden
griechischen Staatsbürgers in einer Demokratie dar und ist ein grundlegendes
demokratisches Recht. Selbst verurteilten Schwerverbrechern wird dieses Recht
nicht streitig gemacht – wie kann das Recht einem griechischen Bürger und
dazu Mönch entzogen werden?
Wir leben in einem freien Land und jeder griechische Bürger hat das
Recht, seine verfassungsgemäßen Rechte und Freiheiten wahrzunemen. Selbstverständlich
ist das Recht auf Kommunikation, das in einem Kloster mit über 100 zum Teil
alten und kranken Mönchen keine Frage sein darf.
Gleichzeitig
möchte ich an ihren dmokratischen Sinn appellieren und Sie bitten, den freien
Zugang zum Kloster wieder möglich zu machen, da durch die Verwehrung jedweden
Zugangs das Recht der griechischen Bürger auf Freizügigkeit im gesamten
griechischen Staat verletzt wird. Die Isolierung des Klosters durch Verweigerung
der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten stellt einen Zusammenbruch
der Menschenwürde dar, deren Schutz die erste Pflicht unseres Staates ist.
Ich bitte Sie
sofort einzugreifen, damit:
a. unser Land nicht weiterhin international bloßgestellt wird
b. nicht wegen der Verletzung
grundlegender Persönlichkeitsrechte wie das Recht auf Freizügigkeit,
Kommunikation, aber auch das Recht auf freie Meinungsäußerung und
Religionsfreiheit verurteilt wird
c. die freiheitlichen Rechte auf dem
Heiligen Berg wieder hergestellt werden.
P. Dr. Jur. Nikolaos
Dimaras